Immobilienlexikon
Sale-and-lease-back
Verkauf einer Betriebsimmobilie mit gleichzeitiger Rückanmietung durch den bisherigen Eigentümer.
Definition
Was bedeutet Sale-and-lease-back?
Beim Sale-and-lease-back verkauft ein Unternehmen seine Immobilie an einen Investor und mietet sie im selben Zug langfristig zurück. Der Betrieb läuft am Standort unverändert weiter, das in der Immobilie gebundene Kapital wird frei, zum Beispiel für Investitionen, zur Entschuldung oder im Zuge einer Nachfolgeregelung. Kaufpreis und Miete hängen direkt zusammen: Eine höhere Miete und eine längere Laufzeit führen zu einem höheren Kaufpreis, belasten aber dauerhaft das Unternehmen. Entscheidend sind deshalb eine marktgerechte Miete, die Bonität des Unternehmens und die Drittverwendungsfähigkeit des Gebäudes. Steuerliche und bilanzielle Folgen sollten vorab mit dem Steuerberater geklärt werden.
Beispiel aus der Praxis
Ein Handwerksbetrieb verkauft seine Halle an einen Kapitalanleger und mietet sie für zehn Jahre mit Verlängerungsoption zurück. Mit dem Erlös löst er das Bankdarlehen ab und finanziert neue Maschinen.
Häufige Fragen
Sale-and-lease-back: Das fragen unsere Leser
Für wen lohnt sich Sale-and-lease-back?
Für Unternehmen, die am Standort bleiben wollen, aber Kapital brauchen oder die Immobilie nicht mehr im Betriebsvermögen halten möchten, etwa vor einer Unternehmensnachfolge. Voraussetzung ist eine Immobilie, die auch ein Investor als Anlage akzeptiert, und ein Mietvertrag, den das Unternehmen dauerhaft tragen kann.
Wie wird der Kaufpreis bei Sale-and-lease-back ermittelt?
Über den Ertragswert auf Basis der vereinbarten Miete und Laufzeit. Der Investor prüft dabei, ob die Miete dem Markt entspricht. Liegt sie deutlich darüber, rechnet er mit einem Abschlag, weil er bei einem Auszug nur die Marktmiete erzielen könnte.
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