Schlechte Energiebilanz, kaum Interessenten – sollte Ihre Immobilie energetisch nicht ganz auf dem neuesten Stand sein, werden Sie das kennen. Gerade jetzt, wo die Preise für Immobilien sinken, ist ein Energieausweis besonders wichtig. Denn er enthält auch Empfehlungen zur Modernisierung.
So oder so ist ein solcher Ausweis Pflicht, wenn Sie eine Immobilie verkaufen wollen. Fehlt er oder wird gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen, droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Das möchte man natürlich umgehen. Auch ein potenzieller Käufer möchte auf Nummer sicher gehen und wissen, was ihn in Sachen energetischer Sanierung erwartet. Er ist verpflichtet, etwaige Sanierungen innerhalb von zwei Jahren nach Kauf durchzuführen.
Bedarfs- oder Verbrauchsausweis – wo ist der Unterschied?
Für einen Bedarfsausweis führt ein Energieexperte eine technische Analyse durch, bei der er den Energieverbrauch der Immobilie bestimmt. Dafür betrachtet er Heizung, Warmwasserbereitung und Belüftung, dessen Anlagen er inspiziert. Auch die Baustruktur des Gebäudes wird genau unter die Lupe genommen.
Der aufgezeichnete Energieverbrauch der letzten drei Jahre ist die Basis für den Verbrauchsausweis. Zur Berechnung werden die Abrechnungen für Heiz- und Nebenkosten genutzt.
Welcher Energieausweis für welche Immobilie benötigt wird, kann Ihnen ein Energieberater genau sagen. Er schaut auf das Baujahr, die Zahl der Wohneinheiten und welche Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllt sind.
Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz
Ein Energieausweis gibt zudem darüber Auskunft, welche Maßnahmen durchgeführt werden können, um die Energieeffizienz einer Immobilie verbessern zu können. Das ist für Kaufinteressenten und Eigentümer gleichermaßen von Interesse. Will man die Immobilie vor dem Verkauf oder zum Werterhalt selbst sanieren, können staatliche Förderungen anteilig dazu genutzt werden. Informieren Sie sich dazu beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Förderungen gibt es ebenfalls von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Gut zu wissen
Wichtig: die Modernisierungsempfehlungen im Energieausweis ersetzen keine professionelle Beratung. Ein unabhängiger Energieexperte kann Ihnen genau sagen, welche Sanierungen sich lohnen, welche unbedingt sein müssen und wie Sie diese finanzieren können.
Mit Rücksicht auf mögliche Sanierungen und gutem Expertenwissen im Hintergrund können zum einen Preisreduktionen beim Verkauf vermieden werden. Zum anderen ist bei kluger und durchdachter Planung der Maßnahmen sogar eine Wertsteigerung drin.
Haben Sie Fragen zum Energieausweis? Oder suchen Sie jemanden, der sich um eine professionelle Erstellung kümmert? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.
Häufige Fragen zum Energieausweis
Ist ein Energieausweis beim Verkauf Pflicht? Ja. Wer eine Immobilie verkauft, muss einen gültigen Energieausweis vorlegen. Bei Verstößen gegen die gesetzlichen Vorgaben drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.
Was ist der Unterschied zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis? Der Bedarfsausweis beruht auf einer technischen Analyse des Gebäudes (Heizung, Warmwasser, Dämmung, Bausubstanz). Der Verbrauchsausweis basiert dagegen auf dem tatsächlichen Energieverbrauch der letzten drei Jahre.
Kann ein guter Energieausweis den Wert der Immobilie steigern? Ja. Die Modernisierungsempfehlungen zeigen, wo sich Sanierungen lohnen. Klug geplant lassen sich Preisabschläge beim Verkauf vermeiden – und mit staatlicher Förderung (z. B. BAFA, KfW) ist sogar eine Wertsteigerung möglich.
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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