Immobilienlexikon
Restnutzungsdauer
Der Zeitraum, in dem ein Gebäude bei ordnungsgemäßer Nutzung voraussichtlich noch wirtschaftlich nutzbar ist.
Definition
Was bedeutet Restnutzungsdauer?
Die Restnutzungsdauer gibt an, wie viele Jahre ein Gebäude ab dem Bewertungsstichtag noch wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann. Sie ergibt sich aus der üblichen Gesamtnutzungsdauer abzüglich des Gebäudealters, wird aber durch Modernisierungen verlängert und durch Instandhaltungsstau verkürzt. Die Restnutzungsdauer ist ein zentraler Faktor der Immobilienbewertung. Ein Gutachten zur verkürzten Restnutzungsdauer kann Eigentümern vermieteter Immobilien eine höhere jährliche AfA und damit Steuervorteile ermöglichen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Sachverständiger weist für ein Mehrfamilienhaus statt der pauschalen 40 Jahre eine tatsächliche Restnutzungsdauer von 25 Jahren nach – der Eigentümer kann dadurch eine deutlich höhere AfA geltend machen.
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